KI-Verordnung Schulungspflicht

Egal ob KI-basierte Diagnostik, Analyse-Tools, Chatbots oder Terminverwaltungssoftware: Sobald Sie KI-Anwendungen nutzen, sind Sie vom EU-AI Act betroffen. Das gilt auch für Praxen und Coaches. Nach Artikel 4 der KI-VO sind Betreiber von KI-Systemen dazu verpflichtet, sicherzustellen, dass ihre Beschäftigten über ein ausreichendes Maß an KI-Kompetenz verfügen. Alle Mitarbeitenden, die mit KI-Systemen arbeiten, müssen nachweislich …

WhatsApp

Die Verwendung von WhatsApp für die Kommunikation mit Patienten über gesundheitsbezogene Themen ist starken rechtlichen Bedenken ausgesetzt und nach meiner Rechtsansicht unzulässig. Z.B. wird durch die Übermittlung sogenannter „Metadaten“ an den Anbieter die Behandlungsbeziehung zwischen HP und Patient ersichtlich. Aus den Metadaten ist ersichtlich wer, wann, mit wem und wie oft kommuniziert hat. Dies stellt …

Praxissoftware – Zwei-Schrank-Modell

Wenn Sie Ihre Praxis später an einen Käufer übertragen möchten, muss dies datenschutzkonform erfolgen. Bei elektronisch geführten Patientenakten kann das hierzu erforderliche „Zwei-Schrank-Modell“ durch entsprechende Zugriffsrechte übertragen werden: Der Erwerber erhält erst dann Zugriff auf die Daten der Patientenakte und kann diese erst dann in seinen Aktenbestand übernehmen, nachdem diese elektronisch freigeschaltet wurde. Dies erfolgt, …

Warnung vor Betrugsversuch

Bei E-Mails zu einem angeblichem digitalen DGUV-Präventionsmodul handelt es sich um einen Betrugsversuch. Die Mails erwecken den unzutreffenden Eindruck, von der DGUV beziehungsweise der Berufsgenossenschaft zu stammen. Ein Präventionsmodul der DGUV existiert jedoch nicht. Leisten Sie in keinem Fall eine Zahlung!

Tipps für ästhetisch tätige HP

Heilpraktiker, die im ästhetischen Bereich arbeiten, stehen zunehmend vor Herausforderungen: – Patienten sind kritischer geworden, Haftungsrisiken steigen. Regressforderungen. – Ungewissheiten über den Einsatz von Arzneimitteln, (Botox ja oder nein). – Unzulässige Konkurrenz durch Nicht-Heilpraktiker. – Abmahnungen wegen unzulässiger Musiknutzung aus der Insta-Bibliothek. – Steuerfragen. Deshalb empfehle ich: – Immer einen schriftlichen Behandlungsvertrag abschließen! – Werbung …

Rechnungsänderung – Vorsicht

Was tun, wenn der Patient die Rechnungsadresse nachträglich ändern möchte? Rechnungen müssen revisionssicher (d.h. auch unveränderbar) archiviert werden. Eine bereits übermittelte Rechnung darf deshalb später nicht mehr angepasst werden. Es ist auch unzulässig, eine Rechnungsadresse auf einer bereits archivierten Rechnung zu ändern. Deshalb gilt: Ist die Rechnung revisionssicher archiviert, sind eine Stornorechnung und eine neue …

UNANGEKÜNDIGTE PRAXENKONTROLLEN

Aktuell erreichen mich vermehrt Anfragen von Heilpraktikern aus dem invasiv-ästhetischen Bereich, deren Praxen vom Gesundheitsamt überprüft wurden. Offenbar finden vermehrt Praxisbegehungen OHNE Vorankündigung statt. Bitte achten Sie strikt auf die Einhaltung aller Hygienevorgaben und des Arzneimittelrechts!

Was tun, wenn der Patient die Rechnungsadresse ändern möchte?

Rechnungen müssen UNVERÄNDERBAR (revisionssicher) archiviert werden. Eine bereits übermittelte Rechnung kann deshalb später nicht mehr angepasst werden. Es ist auch unzulässig, eine Rechnungsadresse auf einer archivierten Rechnung zu ändern. Deshalb gilt: Ist die Rechnung revisionssicher archiviert, sind eine Stornorechnung und eine neue Rechnung (Korrekturrechnung, Rechnungskorrektur) erforderlich.

Hinweis zum Barrierefreiheitsstärkungsgesetz

Das BFSG gilt nicht für Kleinstunternehmen, die Dienstleistungen anbieten oder erbringen. Kleinstunternehmen“ sind Unternehmen, die weniger als zehn Personen beschäftigen und entweder einen Jahresumsatz von höchstens 2 Millionen Euro erzielen oder deren Jahresbilanzsumme sich auf höchstens 2 Millionen Euro beläuft. Heilpraktiker dürften demnach kaum betroffen sein.

Keine Rechnungen per E-Mail an Patienten?

Nach der Ansicht des OLG Schleswig sind Unternehmer (auch Heilpraktiker) dazu verpflichtet, E-Mails mit Rechnungen an private Verbraucher ausschließlich Ende-zu-Ende-verschlüsselt zu versenden. (OLG Schleswig, Urt.v.18.12.2024, Az. 12 U 9/24) Dem Urteil lag folgender Sachverhalt zugrunde: Ein Unternehmen hatte eine Rechnung via transportverschlüsselter E-Mail an einen Verbraucher verschickt. Unbekannte Dritte konnten die E-Mail abfangen und manipulieren. …